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6 Tipps zum Beschleunigen der eigenen Website für (fast) jeden

Mittwoch, 17. Oktober 2018 (Erlangen)

Tipps zum Beschleunigen von Websites

Langsame Websites machen keinen Spaß und kosten den Betreiber unter Umständen richtig Geld. Denn Untersuchungen zeigen seit Jahren, dass die Ladegeschwindigkeit einer Website und die Konversionen direkt miteinander zusammenhängen. Zeit etwas zu unternehmen…

1. Aktivieren Sie HTTP/2 bzw. Keep-Alive für HTTP/1.1

Wenn Ihr Webserver das moderne HTTP/2-Protokoll unterstützt, sollten Sie es aktivieren. In Deutschland können bereits 87,59% aller verwendeten Browser damit umgehen (Quelle: caniuse.com, Stand August 2018). Falls Sie noch nicht in der Lage sind HTTP/2 einzusetzen, achten Sie darauf, dass Ihr Webserver Keep-Alive für HTTP/1.1 aktiviert hat.

Sowohl Keep-Alive als auch HTTP/2 sorgen dafür, dass der Browser Ihrer Besucher, bestehende Verbindungen besser nutzen kann.

2. Schriften vorladen: den kritischen Render-Pfad optimieren

Jede Website hat ihn – kennen Sie Ihren? Wenn nicht können Sie den kritischen Pfad einfach ermitteln, zum Beispiel mit Google’s Lighthouse. Das geht auch online.

Was fast immer möglich ist: Sorgen Sie dafür, dass der Browser Web-Fonts, die für die Anzeige benötigt werden, bereits vor dem Verarbeiten der CSS-Datei lädt. Das erreichen Sie durch Preload-Anweisungen im HTML-Kopf der Website.

<link rel="preload" href="/pfad-zur-schrift/schriftart.woff" as="font" 
    type="font/woff" crossorigin="crossorigin">

Achten Sie auf das Crossorigin-Attribut, dass beim Vorladen von Schriften – auch wenn diese von der selben Domain geladen werden – immer gesetzt sein muss!

3. Inhaltskomprimierung und Caching aktivieren

Falls es nicht sowieso bereits der Fall ist, sorgen Sie dafür, dass bei Ihrem Webserver textbasierte Formate komprimiert ausgeliefert werden. Für den Apache Webserver erreichen Sie das durch das Aktivieren von mod_deflate und folgender Einstellung in Ihrem Virtual Host oder per „.htaccess“-Datei in Ihrem Wurzelverzeichnis:

AddOutputFilterByType DEFLATE text/*
AddOutputFilterByType DEFLATE application/json application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE image/svg+xml
# Make sure proxies don't deliver the wrong content 
Header append Vary User-Agent env=!dont-vary

Bei durchschnittlichen Textdokumenten können Sie so die Menge an zu übertragenden Bytes auf weniger als ein Drittel reduzieren.

Außerdem sollten Sie die Gültigkeit für statische Assets (Bilder, Videos, etc.) auf mindestens 1 Jahr setzen. Im Falle von Apache können Sie das mit mod_expires erledigen:

ExpiresActive On
# images and video:
# last access + 1 year
ExpiresByType image/* A31104000
ExpiresByType video/* A31104000
# Webfonts:
# last access + 1 year
ExpiresByType application/font-woff2 A31104000
ExpiresByType application/font-woff A31104000
ExpiresByType application/x-font-truetype A31104000
ExpiresByType application/x-font-opentype A31104000

So erreichen Sie, dass große Daten – wie Bilder oder Schriften – lange im Browser-Cache vorgehalten werden, was weitere Seitenaufrufe oder wiederholte Besuche erheblich beschleunigt.

4. Assets klein halten

CSS und JavaScript minifizieren

Minifizieren und Optimieren Sie Ihre JavaScript und CSS-Ressourcen: Beim Minifizieren werden „überflüssige“ Zeichen aus dem Quellcode entfernt, die Optimierung geht noch einen Schritt weiter und schreibt bestehenden Code so um, dass er weniger Zeichen benötigt. Für JavaScript können Sie beispielsweise UglifyJS verwenden, für CSS empfehlen wir CSSO.

Bilddaten minimieren

Bilddaten beanspruchen fast immer den größten Teil der benötigten Bandbreite beim Laden einer Seite. Hier lohnt es sich besonders Hand anzulegen. Nutzen Sie wenn möglich moderne Formate wie WebP für Bilder – da hier die Browserunterstützung noch sehr durchwachsen ist, ist das aber oft mit erheblichen Aufwand verbunden.

Was aber immer geht: holen Sie aus den verbreiteten Formaten PNG und JPEG das Beste heraus. JPEGs können Sie mit Mozilla’s MozJPEG komprimieren, für PNGs empfiehlt sich eine Kombination von pngquant und Google’s ZopfliPNG.

5. Social-Plugins entfernen

„Pin this“ ist eine Aufforderung, der selten nachgekommen wird. Aber das Einbinden der zugehörigen Skripte verschlechtert die Ladezeit für alle Nutzer. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Plattformen, wie Facebook oder Instagram, und nicht nur für Pinterest. Abgesehen davon, dass es aus Datenschutzsicht problematisch ist, existieren für das reine Teilen von Inhalten fast immer skriptfreie Alternativen.

6. Apropos, Plugins…

Falls Sie ein CMS wie Wordpress verwenden, dass den Einsatz von Plug-Ins ermöglicht, prüfen Sie die Liste der aktivierten Plugins und hinterfragen Sie den Nutzen. Jedes Plug-In verlangsamt Ihre Website – also weg mit allem was nicht benötigt wird.

Machen Sie Ihren Nutzern eine Freude

Los geht’s! Machen Sie Ihre Website schneller und Ihre Nutzer glücklicher. Viele der Tipps lassen sich wirklich einfach umsetzen…

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