Case Study

Greiner Online-Shops

Fallstudie zum Thema E-Commerce

Kundenprofil

Das Groß- und Einzel­handels­ge­schäft Greiner wurde 1794 gegründet und zählt zu den ältesten Handels­unter­nehmen der fränkischen Region. Jede Generation trug stets Sorge um ein breites und tiefes Sortiment an Waren. Seit 2007 ist die Kurt Greiner GmbH auch im Online-Handel tätig und erfüllt durch ein weit ge­fächer­tes Angebot von über 40.000 Lager-Artikeln auf mehr als 2000qm Verkaufs­fläche fast jeden Kunden­wunsch. Darüber hinaus existiert ein mehr als 1000qm großes Versand­lager, um die Vielzahl der Be­stel­lungen aus ganz Deutschland in der gewohnten Qualität zeitnah versenden zu können.

Anforderungen

Die bestehenden Online-Shops waren von der Software­basis veraltete xt:Commerce-Instal­la­tionen ohne An­bindung an das eingesetzte Waren­wirtschafts­system. Es existierten sehr viele, durch das alte Shop­system verursachte, doppelte Inhalte, die zu einer ver­gleichs­weise schlechten Ab­deckung im Google Index führten. Darüber hinaus waren die alten Shops nicht für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert.

Aus diesem Grund war die Firma Greiner auf der Suche nach einem Full-Service-Umsetzungs­partner, der die Migra­tion der beste­henden Webshops aus tech­nischer Sicht löst und zugleich ein um­fas­sendes Konzept für die Zukunft der Shops erstellt. Außerdem sollte die An­bindung des Waren­wirtschafts­systems mit den be­ste­henden Dienst­leistern des Unter­nehmens koordiniert, sowie die Ein­rich­tung und Pflege der Server­systeme über­nommen werden.

Ziele und Herausforderungen

Das Konzept von Online-Fach­ges­chäften mit einem über­sicht­lichen, kuratierten Sortiment stellte besondere Heraus­forde­rungen: Ziel war die Er­stel­lung einer Shop-Basis mit zeit­gemäßen Layout und Mobile-First-Design, welche sich mit wenig Aufwand zielgenau auf die unter­schied­lichen Sparten­shops zu­schneiden lässt.

Eine enge Kopplung mit dem Waren­wirtschafts­system war eine Kern­an­forde­rung, um die Be­arbei­tungs­ge­schwindig­keit zu erhöhen und die Handlungs­kosten zu senken.

Darüber hinaus stellten sich die üblichen An­forde­rungen an einen Relaunch, wie die Übernahme von Alt-Daten aus den ab­zu­lösenden Systemen und die Ver­meidung von Sicht­bar­keits­ein­bußen in den Such­er­geb­nissen bei der ei­gent­lichen Um­stel­lung.

Erfolgshebel

Eine schlüs­sige Kon­zep­tion bildet das Fun­dament der Um­stellung: „Ein Shop - viele Gesichter. Es gibt eine ge­mein­same Basis in­klu­sive Layout-Raster, welches für die einzelnen Online-Shops mit einem Branding versehen werden kann.“

Alle Shops sind aus tech­nischer Sicht kon­sequent such­maschinen­optimiert – der Einsatz von struk­turier­ten Daten genießt dabei hohe Prio­rität. Darüber hinaus wird von Beginn an auf extrem kurze Lade­zeiten hin optimiert, um diesem wich­tigen Faktor für das Such­maschinen­ranking und die User Experience (UX) ausreichend Rech­nung zu tragen.

Sämtliche Benutzer­inter­aktionen innerhalb des Systems sind nutzer­zentriert optimiert, um einen störungs­freien Einkauf zu garantieren, sowie eine intuitive und ansprechende Anwendungs­oberfläche zu bieten.

Umsetzungsdetails

Für die Realisierung der neuen Shop-Plattform der Kurt Greiner GmbH haben wir uns für einen Frame­work-basierten Ansatz ent­schieden, um eine pass­genaue Lösung in kurzer Zeit zu erstellen. Zur Steuerung der Kom­muni­kation mit dem Waren­wirtschafts­system wurde eine zweite Web­an­wendung im Greiner Unter­nehmens­netz aufgesetzt.

Die Store­front bildet ein aus­drucks­starkes, leicht anpass­bares Layout, das über alle Platt­formen hinweg ein konsis­tentes und funk­tionales Ein­kaufs­vergnügen bietet. UX Opti­mie­rungen wie klar ver­ständliche, trans­aktionale E-Mails, ein hoch­optimierter und ablenkungs­freier Kassen­bereich und unter­brechungs­freie Feedbacks mit Toasts runden das Angebot ab.

Bei der Inte­gration der Waren­wirtschaft haben wir unseren Kunden komplett begleitet und unter­stützt: Von der Anforderungs­analyse, über die technische Konzep­tion, bis hin zum Projekt­management mit weiteren Spezial-Dienst­leistern. Sämtliche Prozesse bis zum Picking wurden dabei voll­ständig auto­ma­tisiert.

Integration und Datenübernahme

Für einen schnellen Start sorgte, dass Alt-Daten – wie beispiels­weise Artikel­be­schrei­bungen und Ka­tego­risie­rungen – aus den vorherigen Sys­temen impor­tiert wurden. HTML-basierte Inhalts­be­stand­teile wurden dabei mit XSLT be­reinigt und ver­einheit­licht. So konnte das in-house Content-Team der Firma Greiner, die ein­zelnen Online-Shops mit geringem Auf­wand selbst bestücken und nach der eigens konzi­pierten In­for­mations­archi­tektur struk­turieren. In einem zweiten Schritt wurden die Import-Werk­zeuge ein­gesetzt, um auto­matisiert Weiter­leitungs­regeln für die Inhalte der alten Webshops zu generieren, und so einen reibungs­losen Relaunch jedes einzelnen Shops zu unter­stützen.

Um das operative Geschäft zu unter­stützen, wurde das Shopsytem eng mit Google Analytics integriert. Außerdem wurden Export­schnitt­stellen für Google Merchant Center und weitere Werbe­platt­formen erstellt.

Performance und Sicherheit

Das eingesetzte Java-Frame­work nutzt unter anderem Hibernate für die objekt-rela­tionale Daten­speiche­rung, Apache Lucene als Such­maschine und ist überaus performant – die dynamische Seiten­ge­nerie­rung erfolgt im Tages­mittel­wert in 160ms.

Alle Ver­bin­dungen zu den Web­shops erfolgen selbst­ver­ständlich ver­schlüsselt und unter­stützen in allen modernen Browsern Perfect Forward Secrecy. Die an­ge­botenen Ver­schlüs­selungs­pro­to­kolle sowie die ver­wendeten Al­gorith­men werden in regel­mäßigen Ab­ständen geprüft und den aktuellen Sicher­heits­empfeh­lungen und Industries­tandards angepasst. Zusätzliche Vorgaben wie HTTP Strict Transport Security (HSTS), OCSP Stapling, eine strenge Content Security Policy (CSP) und weitere Maß­nahmen ergänzen den Schutz der Kunden.

Ergebnisse

Der Relaunch der Greiner Online-Shops ist eine Erfolgs­ge­schichte. Direkt nach jeder Um­stel­lung stellte sich innerhalb von 14 Tagen eine hohe Fre­quenz der bisher ver­nach­lässigten mobilen Nutzer ein: im Schnitt erfolgen jetzt 50% aller Zugriffe über Smart­phones und tragen mit 30% erheblich zum Umsatz bei.

Es konnte bei allen KPIs eine deutliche Steigerung fest­ge­stellt werden: die Anzahl der Trans­aktionen pro Monat, der durch­schnitt­liche Bestell­wert und die Konversions­rate sind, bei gleich­zeitiger Reduktion der Kosten pro Conversion, deutlich gestiegen. Der Traffic in den einzelnen Shops hat sich inner­halb der ersten sechs Monate minde­stens um 50% erhöht.

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